{"id":62,"date":"2010-11-03T16:50:29","date_gmt":"2010-11-03T15:50:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.imketurau.de\/?p=62"},"modified":"2017-09-19T13:53:52","modified_gmt":"2017-09-19T11:53:52","slug":"trauma-als-ausloeser-autoimmunerkrankungen-im-vergleich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.imketurau.de\/?p=62","title":{"rendered":"Trauma als Ausl\u00f6ser? &#8211; Autoimmunerkrankungen im Vergleich"},"content":{"rendered":"<p>Die Quickborner Heilerin Imke Turau folgt einer Vision und erz\u00e4hlt aus ihrer Praxis: \u201eIch hatte pl\u00f6tzlich das Gef\u00fchl, dass drei meiner Patientinnen, die an Autoimmunerkrankungen leiden, ihren Ursprung des Krankseins in einem schweren Trauma zwischen dem 12. und 14. Lebensjahr finden.<\/p>\n<p>Dabei geht es um eine Multiple Sklerose \u2013 Patientin, 35 Jahre alt, seit sechs Jahren erkrankt. Weiter handelt es sich um eine Morbus Crohn-Patientin, 40 Jahre alt, seit 16 Jahren erkrankt, und um eine KrebsPatientin, 58 Jahre alt, seit drei Jahren erkrankt. Dabei hatte ich das Gedicht von Peter Rabaaus der ,G\u00f6ttlichen Hom\u00f6opathie&#8216; \u00fcber Belladonna vor Augen, in dem es unter anderem hei\u00dft:<br \/> ,Sei offen und lass dich zu!&#8230;Sei ehrlich!&#8230;&#8216;. Kann man das denn, wenn man Vertrauen und Verl\u00e4sslichkeit in einer entscheidenden Wachstumsphase verloren hat? Bei einer Patientin ging es dabei um einen pl\u00f6tzlichen, schweren Verlust, bei den anderen beiden um pl\u00f6tzliche,  unberechenbare k\u00f6rperliche Entgleisungen. Alle drei haben starkes Interesse daran, ihren ,Code zu knacken&#8216;. Also gab es einen Termin am runden Tisch, an dem sich alle mit ihren Geschichten konfrontierten. Die Familien sind unterschiedlich mit den Situationen umgegangen. In einem Fall wurde die k\u00f6rperliche Entgleisung komplett tabuisiert und verschwiegen, in dem anderen offen diskutiert. Bei dem schweren Verlust wurde mit allen Mitteln versucht, Ersatz zu erbringen. Keiner Familie ist es gelungen, in ausreichendem Ma\u00dfe den Konflikt zu l\u00f6sen, wobei es prim\u00e4r um den Kontakt zur Mutter ging.<\/p>\n<p>Dabei geht es mir in keiner Weise um Schuldzuweisung, sondern darum, zu erkennen, wie tiefgreifend manche Dinge betrachtet werden m\u00fcssen und m\u00f6glicherweise \u00fcber Jahre behandelt werden sollten. Auf meine Frage, was diese Schicksalsschl\u00e4ge alles genommen haben, wurde Folgendes geantwortet: Bedingungslose Liebe, Freiheit, Gottglauben, Moralvorstellungen, normale Elternverbindung, (Ur) Vertrauen, K\u00f6rpergef\u00fchl, Perspektiven. Jeder hat gelernt, eine Rolle mit viel Flei\u00df zu erf\u00fcllen, weit \u00fcber seine m\u00f6glichen Grenzen hinaus zu gehen und sich damit weiter fest zu fahren.<\/p>\n<p>Ich frage mich, wenn es einen Zusammenhang zwischen Trauma und der jeweiligen Erkrankung geben sollte, ob das schulmedizinisch \u00fcberhaupt l\u00f6sbar sein k\u00f6nnte, oder ob es nicht zus\u00e4tzlich einen Therapeuten braucht, der in der Tiefe der St\u00f6rung zu Hause ist und daf\u00fcr L\u00f6sungen parat hat? Wir haben zusammen erarbeitet, dass jeder zun\u00e4chst einmal viel Halt braucht, um weiter zu kommen.<\/p>\n<p>Man muss seine D\u00fcnnh\u00e4utigkeit akzeptieren, W\u00fcnsche formulieren lernen, bereit sein, Hilfe anzunehmen, neue Leidenschaften entdecken, Ziele setzen und zunehmend ICH sein. Nicht leicht, aber machbar.<\/p>\n<p>Dr. Reinhard M\u00fcller, langj\u00e4hriger Chefgyn\u00e4kologe der Paracelsus Klinik Henstedt-Ulzburg, jetzt in eigener Praxis, kommentierte wie folgt: \u201eWir wissen nicht, wie Autoimmunerkrankungen entstehen. Neue Ans\u00e4tze sind interessant. Was spielt sich ab? Die Gruppe hilft, die Diagnostik zu verfeinern. Es gibt neue Erkenntnisse in der Interaktion der Betroffenen, dadurch erzielt man therapeutisch bessere Effekte. Die Biographie zu erkunden ist wichtig. Zusammenh\u00e4nge sind da. Mir erscheint das Trauma als Ausl\u00f6ser m\u00f6glich.\u201c<\/p>\n<p>Erschienen in: Umschau 3.11.2010<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Quickborner Heilerin Imke Turau folgt einer Vision und erz\u00e4hlt aus ihrer Praxis: \u201eIch hatte pl\u00f6tzlich das Gef\u00fchl, dass drei meiner Patientinnen, die an Autoimmunerkrankungen leiden, ihren Ursprung des Krankseins in einem schweren Trauma zwischen dem 12. und 14. Lebensjahr finden. 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